OP Freuler

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Ein Portrait

Ein Portrait

Von Sandra Ravioli

Sie kennen OP Freuler (Olivier Pascal Freuler) noch nicht? Ein Fehler, denn der Schweizer Künstler Jahrgang 1979, hat sich konsequent einen eigenen Stil erarbeitet.

Dass der Maler einen autodidaktischen Werdegang hat spürt der Betrachter, genauso wie die Liebe zur Fotografie und einem Faible für die Anfänge der französische Expressionisten. Es war Gauguin der als erster mit den Farben Orange und Rot Akzente setzte. Bei den Porträts fallen einem teilweise sofort Henry Matisse und die „Frau mit Hut“ ein.

Treffen Expressionismus, Fotorealismus und der Pop Art zusammen, ergibt sich ein ganz eigener Stil. OP Freuler arbeitet mit Fotos aus dem Alltag, malt sie ab, verändert sie, erzeugt Effekte in dem er mit Farbschichten und Farbfluss auf der Leinwand spielt.

Diese Mischung macht die Werke von OP Freuler für ein breites Kunstpublikum interessant. Egal ob man die französischen Postimpressionisten und Expressionisten mag oder sich eher mit Pop Art identifiziert – vielleicht auch meint „neue Kunstrichtungen braucht Europa“. Bei OP Freuler verbindet sich europäische Kunst – Plakatives mit moderner Technik ohne plump und ohne Seele zu erscheinen.

Als Beispiel für die fotorealistischen Züge eignet sich das Bild „Tour de Suisse (Nr.46)“, „Bergsee (Nr. 54)“ oder „Nachtspaziergang (Nr. 35)“. Die Damen scheinen beliebig austauschbar, geradezu uniform und überzeugen eindrücklich in ihrer Skelethaftigkeit. Man hat den Eindruck, der Künstler sucht nach Einzigartigkeit und scheint sie auch in der Bilderflut zu finden.

In den Einzelportraits kommt stark die Individualität zum Vorschein aber auch die Zuneigung des Künstlers zum Expressionismus. Siehe die Bilder „Im Garten (Nr. 48)“ oder „Color Jesus (Nr. 79)“.

Wer ein eindrückliches Beispiel für die Pop Art in der Kunst von OP Freuler sucht, findet diese in seinem der Öffentlichkeit bis jetzt bekanntesten Werk „Scent in the Mirror“ (Nr.  49) Die Bezüge zur klassischen Pop Art sind unverkennbar – ohne dabei als bloße technische Kopie einer Kunstrichtung ohne Individualismus zu erscheinen.

„Passionated Conflict“ (Nr. 26)  wurde kürzlich von der Saatchi Online Galerie als eines der eindrücklichsten Aquarelle des Jahres kuratiert und mit einer Spezial Ausstellung ausgezeichnet.

Die Bilder vermitteln Bewegung und während die Balletttänzerinnen durch Grazie überzeugen „Girl in the Glass (Nr. 29)“ so liegt in seinen gesamten sportlichen Werken jeweils die Botschaft der entsprechenden Sportart. Als Beispiel mag hier auch Muhammad Ali, Roger Federer oder Stan Wawrinka gelten.

Eines ist sicher, die Symbolkraft des Malers OP Freulers kommt in den Sportbildern und den symbolischen Arbeiten deutlich zur Geltung.

OP Freuler hat auf alle Fälle die Aufmerksamkeit der Kunstwelt verdient. Er erinnert an Gerhard Richter oder Francis Bacon, nur dass die Werke von OP Freuler überaus bezahlbar sind! Sozusagen „noch“ ein Geheimtipp. Die Maler trennen über 50 Jahre Altersunterschied, was sie verbindet ist die Fusion von Fotografie – Leinwand, Malwerkzeug und eine kontinuierliche Weiterentwicklung.